Was uns an unserer FleGs und an unserer OGTS – vormittags und nachmittags – wichtig ist

 

  • Offenheit und Transparenz
  • Lernen: selbstgesteuert, individuell, gemeinsam, reflexiv
  • soziales Miteinander
  • behutsame Gestaltung der Übergänge

 

Offenheit und Transparenz

Grundsätzlich sehen wir unsere große Stärke in der Offenheit und Aufgeschlossenheit für Neues – nicht nur bezüglich offener methodischer Arbeitsweisen, sondern auch bezüglich offener Schultüren und eines offenen, vertrauensvollen Umgangs miteinander innerhalb der Schule und mit allen am Schulprozess Beteiligten sowie auch in der Öffnung der Schule nach außen.

Offenheit und Transparenz sehen wir als unabdingbare Voraussetzungen und auch als unser Ziel. Daran liegt auch für unser Dafürhalten der Grund für die große Akzeptanz und Wertschätzung, die wir in vielfältigen Situationen und speziell für das Unterrichten in jahrgangsgemischten Klassen erfahren.

Nicht zuletzt aber wollen wir auch die Balance zwischen Neuem und bewährtem Alten halten. Heuer gehen wir mit der Einführung der „Offenen Ganztagesschule“ noch einen Schritt weiter. Wir wollen die positiven Aspekte der Hausaufgabenbetreuung, die in den letzten Jahren im Haus für Kinder durchgeführt wurde, nun auch auf unseren offenen Ganztag übertragen.

 

Lernen: selbstgesteuert, individuell, gemeinsam und/oder reflexiv

Unsere Schulfamilie zeigt sich aufgeschlossen für zeitgemäße Veränderungen im Bereich offener, alternativer Unterrichtsformen und der Arbeit mit modernen digitalen Medien.

Unsere Kinder lernen miteinander und voneinander. Durch offene Lernformen und Lernmaterialien, durch den Einsatz von unterschiedlichen Methoden, die in einem schuleigenen Medien- und Methodencurriculum zusammengefasst sind, aber auch durch die Anschaffung und den Gebrauch traditioneller und neuer Medien (Ausweitung der schuleigenen Bibliothek, schuleigene Lehrer- und mittlerweile 24 Schüler-Notebooks sowie Demo-Beamer mit Dokumentenkameras in jedem Klassenzimmer, ein Activ-Panel, Zusatzmaterialien zum offenen Arbeiten u.a. auch Material aus der Montessori-Pädagogik) und nicht zuletzt durch ein überaus positives Schulklima, sehen wir die Altersmischung als Chance für jedes einzelne Kind, es individuell und differenziert zu unterstützen und Heterogenität zuzulassen.

Selbstgesteuertes, reflexives Lernen mit Lernwegen und Hausaufgabenplänen beinhaltet für uns auch alternative Lern- und Leistungsbewertungen wie z.B. Portfolioarbeit, die Arbeit mit Lapbooks und auch das Halten von Referaten.

Die kleinschrittigen, oft sehr offen gehaltenen Aufgabenstellungen, holen die Kinder dort ab, wo sie gerade stehen. So wird allen Schülern ermöglicht, selbstgesteuert und selbstständig, auf ihrem Kompetenzniveau zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Zudem legen wir großen Wert darauf, dass unsere Schüler lernen, über ihr Lernen zu- rückblickend und selbstbeurteilend, also reflexiv, nachzudenken.

Aus Überzeugung, aber auch weil es ein Kernelement der FleGs (= Flexible Grundschule) ist, führen wir in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 Lernent-wicklungsgespräche durch.

 

Soziales Miteinander

Das soziale Miteinander prägt eine Schule wesentlich. Unsere Grundintention und unser Ziel ist es, dass die Grundschule Wolfsegg eine Wohlfühl-Schule ist. Hier sollen Schüler, Lehrer und auch Eltern Raum finden, miteinander zu lernen, füreinander da zu sein, aufeinander zuzugehen, einfach miteinander zu leben. Jeder soll wahr- und ernstgenommen werden. Ein achtsamer Umgang in der Schulfamilie ist für uns selbstverständlich.

Dazu gehören natürlich auch Regeln, an die sich alle halten müssen. So hat die Grundschule Wolfsegg z.B. eine Hausordnung erstellt, die den Kindern jedes Jahr erneut nähergebracht wird. Auch das Motto des Monats wirkt hierbei äußerst positiv. Die Stopphand dient als zuverlässiges Mittel zur Konfliktbewältigung. Bei Bedarf wird individuell für einzelne Schüler auch eine besondere Erziehungsmaßnahme erstellt, an deren Umsetzung alle Schüler und Lehrer mitarbeiten.

Unser Konzept zur „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule“ stellt die Grundlage für eine intensive, wohlwollende Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten dar.

Zudem arbeitet die Schule mit vielen externen Experten zusammen, stellt Übungsräumlichkeiten für den ortsansässigen Sport- und Musikverein bereit und sieht sich auch als aktiver Teil der Gemeinde.

 

Behutsame Gestaltung von Übergängen

Unsere Schule steht in einem engen sozialen Geflecht mit den benachbarten bzw. zuständigen Bildungsinstitutionen – mit den vorschulischen Einrichtungen, den weiterführenden Schulen, aber auch mit den zuständigen Förderzentren.

Zum einen vereinfachen wir in Hinblick auf die weiterführenden Schulen den Übergang durch gemeinsame Projekte, zum anderen wird in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den vorschulischen Institutionen, insbesondere mit dem „Haus für Kinder“, ein enger Kontakt aufgebaut und gehalten.

So konnte auch im aktuellen Schuljahr die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten durch zwei Stunden Vorkurs erweitert und intensiviert werden. Federführend dafür ist unsere Förderlehrerin Claudia Lihring, die entweder im Kindergarten mit den Vorschulkindern arbeitet oder diese zu verschiedenen Vorkurs-Projekten in die Schule holt. Dadurch ist ein noch engerer Kontakt und Austausch möglich.

Gemeinsame Projekte (z.B. Faschingsfeier) und Fortbildungen runden das Ganze ab.

Für unsere Vorschulkinder ist somit Schule bereits ein Raum, der ihnen bekannt ist und in dem sie bereits bekannt sind. Die Lernausgangslage kann dadurch besser berücksichtigt werden. Eine passende Förderung von Anfang an ist möglich. Ein Computerprogramm, das uns bei Einführung der „Flexiblen Grundschule“ zur Verfügung gestellt wurde und die aktuelle Lernausgangslage ermittelt, intensiviert und vertieft das Ganze natürlich in bester Weise.

Durch die flexible Eingangsstufe können die Übergänge noch sanfter gestaltet werden.